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Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
Schwindel kann sich als Drehen oder Schwanken, als Unsicherheit beim Gehen oder als Gefühl äußern, das Gleichgewicht zu verlieren. Manche Beschwerden treten nur für wenige Sekunden auf, andere halten über Stunden oder Tage an.
Da das Gleichgewichtsorgan im Innenohr liegt, kann eine HNO-ärztliche Abklärung ein wichtiger erster Schritt sein. Im RKM 740 HNO in Düsseldorf wird untersucht, ob eine Störung des Gleichgewichtssystems oder des Hörorgans vorliegt und ob weitere Fachrichtungen einbezogen werden sollten.
Wann sollte Schwindel abgeklärt werden?
Eine HNO-ärztliche Schwindeldiagnostik kann sinnvoll sein bei:
- wiederkehrendem Dreh- oder Schwankschwindel
- Schwindel bei bestimmten Kopf- oder Körperbewegungen
- anhaltender Gang- und Standunsicherheit
- Schwindel mit Übelkeit oder Erbrechen
- begleitender Hörminderung, Ohrgeräuschen oder einem Druckgefühl im Ohr
- wiederholten Stürzen oder ausgeprägter Angst zu stürzen
- Beschwerden, deren Ursache bislang nicht geklärt werden konnte
Auch nach einer bereits begonnenen Behandlung kann eine erneute Abklärung notwendig sein, wenn sich der Schwindel verändert, wiederkehrt oder nicht wie erwartet bessert.
Schwindel: Wann sofort handeln?
Plötzlich auftretender Schwindel kann in seltenen Fällen auf eine akute neurologische oder internistische Erkrankung hinweisen. Kommen Doppelbilder, Sprach- oder Schluckstörungen, Lähmungen, Gefühlsstörungen, starke neue Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit oder eine ausgeprägte Gangunsicherheit hinzu, sollte umgehend der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.
Auch eine plötzlich einsetzende Hörminderung zusammen mit Schwindel sollte zeitnah HNO-ärztlich untersucht werden.
Schwindel genau beschreiben
Für die Ursachenklärung ist die genaue Beschreibung des Schwindels besonders wichtig. Besprochen wird unter anderem, wann die Beschwerden begonnen haben, wie lange sie anhalten und wodurch sie ausgelöst oder verstärkt werden.
Von Bedeutung ist auch, ob gleichzeitig Hörveränderungen, Ohrgeräusche, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Herzrasen oder neurologische Beschwerden auftreten. Vorerkrankungen, frühere Infekte und regelmäßig eingenommene Medikamente werden ebenfalls berücksichtigt.
Bereits der zeitliche Verlauf kann wichtige Hinweise geben. Sekundenlange Beschwerden bei einer bestimmten Kopfbewegung haben häufig eine andere Ursache als ein Schwindel, der über Stunden oder mehrere Tage anhält.
HNO-Schwindeldiagnostik
Die Diagnostik richtet sich nach den geschilderten Beschwerden und den ersten ärztlichen Befunden. Zunächst werden die Ohren und das Hörvermögen untersucht. Anschließend können die Augenbewegungen, die Reaktion des Gleichgewichtssystems sowie das Stehen und Gehen beurteilt werden.
Bei Verdacht auf einen Lagerungsschwindel erfolgen gezielte Lagerungsprüfungen. Dabei wird untersucht, ob bestimmte Kopfpositionen den Schwindel und typische unwillkürliche Augenbewegungen auslösen.
Eine Videonystagmografie kann solche Augenbewegungen aufzeichnen und genauer auswerten. Sie unterstützt die Beurteilung, ob Hinweise auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans vorliegen. Je nach Befund können weitere Hör- oder Gleichgewichtsprüfungen hinzukommen.
Eine BERA misst die Reizweiterleitung vom Innenohr über den Hörnerv bis zum Hirnstamm. Sie ist nicht bei jeder Form von Schwindel erforderlich, kann bei bestimmten Fragestellungen jedoch zusätzliche Informationen liefern.
Auch eine Magnetresonanztomografie ist nicht Bestandteil jeder Schwindeldiagnostik. Ergibt die Untersuchung Hinweise auf eine neurologische Ursache oder einen auffälligen Verlauf, kann eine weiterführende Bildgebung oder fachärztliche Mitbeurteilung veranlasst werden.
Ursachen von Schwindel
Eine häufige Ursache für kurze, durch Bewegung ausgelöste Schwindelattacken ist der gutartige Lagerungsschwindel. Dabei gelangen kleine Kristalle in einen Bogengang des Innenohrs und lösen bei bestimmten Kopfbewegungen einen Drehschwindel aus.
Ein länger anhaltender Schwindel kann durch eine akute Funktionsstörung eines Gleichgewichtsorgans entstehen. Bei Morbus Menière treten meist wiederkehrende Schwindelanfälle zusammen mit Hörveränderungen, Ohrgeräuschen oder einem Druckgefühl im betroffenen Ohr auf.
Auch eine vestibuläre Migräne kann Schwindel verursachen. Kopfschmerzen müssen dabei nicht während jeder Schwindelattacke auftreten. Darüber hinaus kommen neurologische und internistische Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder funktionelle Schwindelformen infrage.
Nicht jede Ursache lässt sich allein im HNO-Bereich klären. Die Diagnostik dient deshalb auch der Entscheidung, ob weitere medizinische Untersuchungen notwendig sind.
Behandlung von Schwindel
Die Behandlung richtet sich nach der festgestellten oder wahrscheinlichsten Ursache. Ein Lagerungsschwindel kann häufig durch ein gezieltes Befreiungsmanöver behandelt werden. Dabei werden die abgelösten Kristalle durch eine festgelegte Folge von Kopf- und Körperbewegungen aus dem betroffenen Bogengang geführt. Manchmal sind mehrere Behandlungen erforderlich.
Bei einer akuten Störung des Gleichgewichtsorgans können Medikamente vorübergehend Übelkeit und starke Beschwerden lindern. Solche Mittel sollten jedoch nicht länger als medizinisch notwendig eingenommen werden, da kontrollierte Bewegung für die Anpassung des Gleichgewichtssystems wichtig sein kann.
Ein gezieltes Gleichgewichts- und Bewegungstraining unterstützt bei bestimmten Erkrankungen die vestibuläre Kompensation. Das Gehirn lernt dabei, veränderte Signale des Gleichgewichtssystems besser auszugleichen. Hierzu können auch zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) eingesetzt werden, die das Training per App unterstützen.
Bei wiederkehrenden oder komplexeren Beschwerden wird die Behandlung individuell festgelegt. Abhängig vom Befund kann eine Zusammenarbeit mit Neurologie, Kardiologie, Augenheilkunde, Radiologie oder Physiotherapie sinnvoll sein. Operative Behandlungen kommen nur bei wenigen, klar definierten Erkrankungen des Innenohrs infrage.
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Schwindeldiagnostik bei Dr. Gründemann
Die HNO-ärztliche Schwindeldiagnostik wird im RKM 740 HNO von Dr. med. Stephanie Gründemann betreut. Sie verfügt über mehr als 30 Jahre klinische Erfahrung und war viele Jahre als Oberärztin tätig. Ihre Promotion erfolgte an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen.
Bei der Einordnung geht es nicht nur darum, eine mögliche Störung des Gleichgewichtsorgans zu erkennen. Ebenso wichtig ist die Einschätzung, ob die Beschwerden wahrscheinlich außerhalb des HNO-Bereichs entstehen und welche weitere Abklärung dann sinnvoll ist.
Häufige Fragen
Kommt Schwindel immer vom Ohr?
Nein. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr ist eine häufige, aber nicht die einzige mögliche Ursache. Auch neurologische, internistische, medikamentöse oder funktionelle Faktoren können Schwindel auslösen.
Kann Lagerungsschwindel sofort behandelt werden?
Wenn die Untersuchung einen Lagerungsschwindel eindeutig bestätigt, kann häufig direkt ein Befreiungsmanöver durchgeführt werden. Je nach betroffenem Bogengang und Verlauf können Wiederholungen notwendig sein.
Ist immer ein MRT erforderlich?
Nein. Die meisten Patient:innen benötigen zunächst keine Bildgebung. Ein MRT kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden und Untersuchungsbefunde nicht zu einer typischen Störung des Gleichgewichtsorgans passen oder Hinweise auf eine andere Ursache bestehen.
Sollte man sich bei Schwindel schonen?
Bei akutem, starkem Schwindel steht zunächst die Sicherheit im Vordergrund. Sobald es medizinisch vertretbar ist, kann kontrollierte Bewegung die Erholung des Gleichgewichtssystems unterstützen. Welche Übungen geeignet sind, hängt von der Ursache ab.
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Ihre Anreise
Die HNO-Privatpraxis im RKM 740 liegt zentral in Düsseldorf und ist sowohl aus dem Rheinland als auch aus dem Ruhrgebiet gut erreichbar. Patient aus der Region und darüber hinaus finden bei uns eine spezialisierte Diagnostik und Behandlung von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.
Adresse
RKM 740 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. med. Christoph Bergmann
Pariser Str. 89
40549 Düsseldorf
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